Hey meine Lieben

Trotz strahlendem Sonnenschein gibt es Sonntage an denen man es sich zuhaue hinter dem Laptop bequem machen darf. So einen Sonntag hatte ich gestern. Aber was soll´s – Das Konzept für die Masterthese schreibt sich ja schließlich nicht von selbst. Einmal begonnen verliert man sich aber ohnehin in das Thema und die Stunden verfliegen dann wie im Nu. Gerade im Bereich Green Care gibt es ja einiges zu entdecken.

Ein entscheidender Meilenstein um den man bei diesem Thema nicht umher kommt bzw. kommen sollte ist die Cost Action 866 mit dem Titel „Green Care in Agriculture“. Cost steht für European Cooperation in Science & Technology. Im Jahr 2006 startete die Cost Action 866. Dabei wurde unteranderem eine einheitliche Definition für Green Care festgelegt.

Definition Green Care

„Green Care ist ein Sammelbegriff, der eine Vielzahl einzelner Maßnahmen unter sich vereint. Diese Maßnahmen verfolgen individuelle Ziele, richten sich an unterschiedlichen Zielgruppen und beinhalten ihre eigenen Methoden. Dennoch sind sie miteinander verwandt oder zumindest nachbarschaftlich verbunden, da sie einige entscheidende Kriterien miteinander teilen.“ (Wolf & Haubenhofer, 2015)

Neben der einheitlichen Begriffsbestimmung wurde auch ein Green Care Model erstellt.

Green Care Model in Österreich

Dieses Modell ist sehr variabel und flexibel gestaltet worden, um die Unterschiede in den einzelnen Ländern berücksichtigen zu können.

Für mich ist natürlich das angepasste Green Care Modell für Österreich interessant. Natürlich sind nicht alle Green Care Maßnahmen darin enthalten, die es in Österreich gibt. Das wäre fast unmöglich, aber es gibt einen guten Überblick über die beliebtesten Green Care Disziplinen. Unter anderem sind die Bauernhofpädagogik, City farming, Care farming, Green Exercise, Heilende Gärten, Naturspielräume, Erlebnispädagogik, Waldpädagogik oder auch die Wildnistherapie darin enthalten (Wolf & Haubenhofer, 2015).

Dieses Modell ist ein toller Wegweiser um sich nicht in dem Definitionsdschungel zu verlieren und den Überblick zu bewahren. Das Model und eine genauere Erklärung dazu gibt es in der Publikation von Wolf & Haubenhofer 2015: Lernen und Lehren im Garten. Analyse über Ursprung, Definition, Abgrenzung und Wirkung von Gartenpädagogik, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien.

Also viel Spaß beim Schmökern.

Eure Anja